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Zahnlexikon: K
Kältespray
ein Kälte erzeugendes Spray, das eingesetzt wird, um die Vitalität eines Zahnes zu testen. Spricht der Zahn auf einen Kältereiz an, so ist er noch vital
Karies
"Zahnfäule", eine der bedeutendsten, hochgradig ansteckenden Zivilisationserkrankungen. Karies ist eine durch bestimmte Bakterienarten (hauptsächlich "Streptococcus mutans") hervorgerufene Infektionserkrankung des Zahnes, die zunächst kleine Schäden an der Zahnoberfläche (Initialkaries), in fortgeschrittenem Stadium Löcher bis hin zur Zerstörung des Zahnes und des "Zahnnerven" hervorrufen kann. Ursache ist der durch die Bakterien hervorgerufene Abbau von Zucker aus den Nahrungsbestandteilen zu Säuren, die zahnzerstörend wirken. Solange noch keine Löcher vorhanden sind, die Karies sich also noch im Anfangsstadium befindet, lassen sich die Schäden durch Prophylaxe, insbesondere Fluoridierung, in Griff halten. Löcher müssen mit Füllungen o. Inlays versorgt werden, bei stärkeren Zerstörungen der Zahnsubstanz kommen Teilkronen oder Kronen zum Einsatz. Ist der Zahnnerv bereits angegriffen, hilft nur noch eine Wurzelbehandlung. Komplett kariös zerstörte Zähne müssen entfernt werden. Vielfach tritt Karies an Stellen auf, die selbst bei gründlicher Inspektion durch den Zahnarzt nicht ohne weiteres entdeckt werden können. Hier hilft eine regelmäßige Ergänzung des Befundes durch eine Röntgendiagnostik. Es gibt braune und weisse Karies.
Kassenleistungen
die Leistungen, die einem Zahnarzt von der Kasse vergütet werden, die für den Patienten von den Kassen übernommen werden (Gegensatz: Privatleistungen). Viele Kassenleistungen sind heute mit Mehrkostenvereinbarungen versehen
Keramik
das Zahnersatzmaterial, das der Substanz, der Funktion und der Ästhetik eines Zahnes am nächsten kommt. Keramik ist aus der modernen Zahntechnik nicht mehr wegzudenken. Sie kommt zum Einsatz als plastische Füllung (Inlay), als Verblendmaterial und in reiner Form (Vollkeramik) für Kronen, Brücken, Geschiebe u.Teleskope
Kiefer
das knöcherne Fundament für die Zähne. Wir unterscheiden Ober- und Unterkiefer. Nur der Unterkiefer ist über das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur beweglich und bewirkt die Öffnung des Mundes. Der Oberkiefer ist fest im Gesichtsschädell eingewachsen.
Kieferanomalie
in Form und Funktion der Kiefer. Neben Zahnfehlstellungen häufige Ursache für Störungen der Funktion und Ästhetik des Gebisssystems. Viele Kieferanomalien lassen sich nur durch die enge Zusammenarbeit von Kieferorthopädie und Kieferchirurgie beheben
Kiefergelenk
jeder Mensch besitzt zwei davon. Das Gelenk ist gut tastbar, wenn man den Bereich unmittelbar vor dem Ohr bei der Bewegung des Unterkiefers (Mundöffnung) austastet. Auch das Kiefergelenk kann erkranken. Häufig deuten sich Störungen neben Schmerzen durch ein- oder beidseitiges Knacken der Gelenke beim Öffnen oder Schließen des Mundes an. Ursachen hierfür können Fehlfunktionen des gesamten Gebisssystems sein, wie das häufige Zähneknirschen oder -pressen, aber auch Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien. Mittel zur Behebung dieser Störungen bieten sich z.B. in der Schienenbehandlung oder Physiotherapie (Krankengymnastik)
Kieferhöhle
die Kieferhöhle bemerkt man in der Regel nur dann, wenn die Schleimhaut, die sie auskleidet, erkrankt ist. Es gibt 2 Kieferhöhlen rechts und links der Nasenhöhle und sind auch mit dieser als Nebenhöhlen der Nase verbunden. Mit der Mundhöhle besteht natürlicherweise keine Verbindung; eine dünne Knochenwand, der Sinusboden, trennt sie vom Mund. Erkrankungen der Kieferhöhlen sind meist Entzündungen der Schleimhaut, die wiederum sehr häufig zahnbedingte Ursachen (Entzündungen der Zähne oder des Zahnbetts), aber auch den Schnupfen (Entzündung der Nasenschleimhaut) als Ursache haben
Kinderbehandlung
Kinder sind in der Zahnmedizin wie im richtigen Leben keine kleinen Erwachsenen, sondern besitzen eine eigene, speziell kindliche Persönlichkeit und bekommen auch spezielle Erkrankungen. Die kindliche Psyche ist eine andere als die eines Erwachsenen, Milchzähne bedürfen einer anderen Vorsorge und Behandlung als die erwachsenen zweiten Zähne. All dies erfordert besondere Rücksicht seitens des zahnärztlichen Behandlers. So bietet sich für besonders ängstliche Kinder, die sich nicht für eine "normale" Zahnbehandlung zugänglich zeigen die Möglichkeit, eine notwendige Therapie unter Narkose durchzuführen. Vorbeugend gegen die Behandlungsunwilligkeit, die sich oft bis in höhere Lebensalter auswirken kann, häufige Zahnarztbesuche, schon bevor der erste Milchzahn durchgebrochen ist, um das Kind frühzeitig an die ihm fremde Umgebung und die Geräusche etc. zu gewöhnen -und natürlich frühzeitig Risiken und Erkrankungen zu erkennen. Entsteht der erste Kontakt unter akuten Zahnschmerzen, wird die Begegnung immer mit der Erinnerung des Schmerzes verknüpft sein; die Angst vor der Behandlung ist vorprogrammiert!
Knirschen
neben Pressen häufiges Phänomen, das die Strukturen des Kausystems (Zähne, Muskulatur, Kiefergelenk) erheblich beeinträchtigen kann (Abschleifspuren an den Zähnen=Abrasionen, Muskelverspannungen, Kopf- und Nackenschmerzen, Gelenkdefekte). Eine Aufbissschiene kann hierbei Abhilfe schaffen
Konkremente
Zahnstein, der sich unter dem Zahnfleisch an lagert und eine der Hauptursachen für die Parodontitis darstellt
Kostenvereinbarung
mehr und mehr legen der Gesetzgeber und die Krankenkassen aufgrund der Kostendämpfung im Gesundheitswesen den Zahnärzten auf, Privatleistungen zu erbringen. Die Kassenmedizin wird massiv budgetiert; der Leistungskatalog wird nur in ganz geringfügigen Maße an den neuesten Stand der Zahnmedizin angepasst. So müssen viele Kassenleistungen mit Mehrkostenvereinbarungen versehen werden. Manche Leistungen wie viele prophylaktische Maßnahmen, wie die professionelle Zahnreinigung (so sinnvoll sie auch sind!) werden erst gar nicht von den Kassen finanziert. Sie können sich aber sicher sein: über alles, was an Mehrkosten/Privatkosten anfällt, müssen sie mündlich (bei kleineren Leistungen) oder schriftlich (bei umfangreichen Leistungen) im Sinne einer gegenseitigen Vereinbarung vom Zahnarzt aufgeklärt werden.
Krone
a) die natürliche Zahnkrone: das was, man vom Zahn in der Mundhöhle sieht (das, was man nicht sieht, ist die Zahnwurzel)
b) die künstliche Krone: sie schützt die weitgehend zerstörte natürliche Zahnkrone als ein Mantel aus hochgoldhaltigem oder edelmetallreduziertem Metall, der auf Wunsch mit zahnfarbener Keramik verblendet wird (Metallkeramik). Wer viel Wert auf Ästhetik legt, der sollte sich mit Galvano- oder Vollkeramik-Kronen versorgen lassen (besonders im Frontzahnbereich)
Kontaktpunkt
Seitlicher Berührungspunkt der Zähne gegeneinander
Konuskrone
Doppelkrone ähnlich der Teleskopkrone, nur nicht parallelwandig , sondern leicht schrägwandig |