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Zahnlexikon: P
palatinal
Zum Gaumen hin
parodontal
Zum Zahnfleisch hin, auf dem Zahnfleisch liegend, das Zahnfleisch betreffend
Parodontalbehandlung
eine Sanierung des Zahnbetts/Parodontiums. Sie hat vieles von dem Schrecken früherer Jahre, in denen man häufig operativ-chirurgisch vorgehen musste, verloren. Aufgrund Verwendung moderner Verfahren (wie z.B. spezieller Ultraschallgeräte) ist heute vielfach da, wo früher geschnitten werden musste, ein einfacher Zugang zum Zahnbett möglich. Den häufigsten Ablauf einer solchen Behandlung hat man sich wie eine sehr gründliche Professionelle Zahnreinigung vorzustellen, die über die sichtbaren Zahnoberflächen hinaus auch die Reinigung der Wurzeloberflächen der Zähne zum Inhalt hat
Parodontitis
Entzündung des Zahnbetts, verursacht durch Plaque und Zahnstein und stark beeinflusst durch Rauchen. Sie führt über die Ausbildung von Zahnfleischtaschen langfristig zur Zerstörung des den Zahn im Knochen festhaltendes Gewebes und damit zum Lockerwerden bis hin zum Verlust des Zahnes. Neben der Karies ist die Parodontitis die häufigste Erkrankung im Mundraum. Ab dem Alter von 25 Jahren sollte regelmäßig diesbezügliche Vorsorgeuntersuchungen stattfinden. Häufig wird im allgemeinen Sprachgebrauch, auch in der Werbung, für die Parodontitis der Begriff "Parodontose" gebraucht. Gemeint ist aber in der Tat die "Parodontitis". Die Endung "-itis" kennzeichnet eine entzündliche Erkrankung.
Parodontium
das Zahnbett: es besteht aus in verschiedene Richtungen verlaufende Fasern, die die Wurzeloberfläche beweglich mit dem knöchernen Zahnfach verbinden
Parodontologie
Die Lehre und die Behandlung von Erkrankungen des Zahnbetts
Parodontose
eine nicht durch Entzündung bedingte Erkrankung des Zahnbetts, bei der es zum Rückweichen des Zahnbetts und auch des bedeckenden Zahnfleischs kommt
Plaque
weicher Zahnbelag
Präparation
Beschleifen eines Zahnes zur Aufnahme einer Restauration (z.B. Krone)
Pressen
neben Knirschen häufiges Phänomen, das die Strukturen des Kausystems (Zähne, Muskulatur, Kiefergelenk) erheblich beeinträchtigen kann (Muskelverspannungen, Kopf- und Nackenschmerzen, Gelenkdefekte). Eine Aufbissschiene kann hierbei Abhilfe schaffen
Privatleistungen
alle Leistungen, die nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen (Kassenleistungen) enthalten sind
Prämolaren
Vordere, kleine Backenzähne
Präparationsgrenze
Eindeutige Linie an der die beschliffenen Flächen eines Zahnes endet. (deutlich erkennbarer Rand einer künstlichen Krone)
Professionelle Zahnreinigung (PZR)
im Gegensatz zur häuslichen Mundhygiene eine weitere wichtige Säule der Prophylaxe. Sie hat das Ziel der vollständigen Entfernung aller Zahnbeläge, auch in Bereichen, wo die Zahnbürste kaum eine Chance hat (Zahnzwischenräume, Zahnfleischtaschen, hinterste Zähne). Vor einer Parodontalbehandlung ist sie der Hauptbestandteil der Vorbehandlungsphase und danach ist sie der Hauptbestandteil der Nachsorge. Eine Professionelle Zahnreinigung geht vom Zeitaufwand und vom Einsatz spezieller Instrumente (wie Ultraschall, Airflow, Handinstrumenten und Polierern) weit darüber hinaus, was die Krankenkassen unter "Zahnsteinentfernung" verstehen. Diese rechtfertigt nur die kurze und meist daher unvollständige Beseitigung nur harter Zahnbeläge. Echte Prophylaxe kann dies nicht sein. Eine PZR ist immer eine Privatleistung und ist auch nur dann sinnvoll, wenn sie je nach individueller Notwendigkeit regelmäßig durchgeführt wird. Weitere Informationen können Sie unserem umfangreichen Merkblatt entnehmen
Prophylaxe
Vorbeugung, auch Vorsorge und Nachsorge vor Erkrankungen, im zahnärztlichen Bereich der Zähne und des Zahnbettes. Der wichtigste Bestandteil der Prophylaxe ist die Professionelle Zahnreinigung. Weitere Maßnahmen sind die Demonstration der Anwendung verschiedener Mittel zur häuslichen Mundhygiene (wie Zahnbürste und Zahnseide), Test zur Mundhygiene, Speicheltests und bakterielle Untersuchungen, Anwendung von Flüssigkeiten., Gelen, Lacken zur Vermeidung von Karies und Parodontitis (wie Fluoride und Chlorhexidin) und für Kinder und Jugendliche die Fissurenversiegelung
Prothetik
die Lehre und Behandlungsart, deren Inhalt der Ersatz fehlender Zähne ist
Provisorien
sind vorläufige Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen, die nur für kurze Zeit einen Ersatz für verlorengegangene Zähne/Zahnsubstanz darstellen, bis ein definitiver, langfristiger Zahnersatz zum Einsatz kommt. Provisorien werden meist aus einem zahnfarbenen Kunststoff gefertigt
Protrusion
Vorgeschobener Unterkiefer in ‚normaler’ Bisslage, untere Zähne stehen vor den oberen Schneidezähnen
Pulpa
der "Zahnnerv", besser gesagt das "Zahnmark", das das Innere eines Zahnes, den Wurzelkanal ausfüllt: sie besteht nicht nur aus Nervengewebe, sondern auch aus Blut- und Lymphgefäßen
Pulpitis
Entzündung des "Zahnnerven" durch fortgeschrittene Karies, der immer eine Wurzelbehandlung notwendig macht |