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Zahnlexikon: Z
Zahnbelag
ist das Resultat der Zersetzung unserer Nahrungsmittel durch Bakterien: er lagert sich als ein dünner, durch die gelbliche Farbe zunächst weniger sichtbarer, aber mit der Zunge fühlbarer Film auf der Zahnoberfläche auf. Zunächst ist er noch weich (Plaque) und damit durch die Zahnbürste noch entfernbar, wird aber später durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel zu Zahnstein, der nicht mehr durch die Bürste zu beseitigen ist, und bei Anlagerung unter dem Zahnfleisch zum Konkrement. Zahnbeläge sind die Hauptursache der Karies und Parodontitis und werden durch die häusliche Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung entfernt
Zahnersatz
alle Mittel, die fehlende Zähne ersetzen: dazu zählen festsitzende Brücken und herausnehmbare Prothesen, im weitesten Sinne auch Implantate, die einzelne Zähne ersetzen oder auf denen Brücken oder Prothesen Halt finden
Zahnfarbe
kein Zahn ist wirklich weiß. Ein natürlicher Zahn ist auch nieeinfarbig. Er besitzt verschiedene Farbzonen, die allesamt das natürliche Aussehen ausmachen. Zahnhälse sind eher gelblich-braun und die Schneidekanten hell-gräulich-transparent. Äesthetische Zahntechnik legt großen Wert darauf, diese natürliche Erscheinung nachzuahmen. Es ist ganz normal, dass die Zähne mit steigendem Lebensalter dunkler werden. Deshalb ist es für eine natürliche Erscheinung auch ungewöhnlich, wenn ein älterer Mensch sehr helle Zähne für seinen Zahnersatz bekommt.
Zahnfehlstellungen
sollte man frühzeitig im Kindesalter untersuchen lassen. Denn "schiefe Zähne" sehen nicht nur mitunter unschön aus, sie bringen auch teils massive Schwierigkeiten für die Funktion des Gebisses mit sich. Das günstigste Einstiegsalter für eine kieferorthopädische Behandlung liegt generell bei 8 Lebensjahren. In schwerwiegenden Fällen kann die Therapie auch schon früher begonnen werden. Fragen Sie Ihren Zahnarzt. Er wird Ihr Kind rechtzeitig zum Kieferorthopäden überweisen. Auch im Erwachsenenalter ist eine Zahnregulierung möglich.
Zahnfleischentzündung
Durch verschiedene Ursachen kann es zu einer Entzündung des Zahnfleisches mit Schwellung, Rötung, evtl. Bläulicher Verfärbung und Schmerzen kommen. Oft kommt es dabei zu Berührungsempfindlichkeit und erhöhter Blutungsneigung des Zahnfleisches, oder es bilden sich Zahnfleischtaschen aus.
Zahnfleischtaschen
sind das herausragende Zeichen einer Parodontitis, einer Entzündung des Zahnbetts. Durch entzündliche Vorgänge bauen sich die Strukturen des Zahnbetts (Fasern und Knochen) immer mehr ab. Da das Zahnbett unter dem Zahnfleisch liegt, bildet sich somit zwischen Zahn und Zahnfleisch eine Vertiefung aus, die man als Tasche bezeichnet. Je tiefer diese Tasche ist, umso schwerer ist die Parodontitis einzustufen, umso stärker sammeln sich allerdings auch Beläge an, die durch die häusliche Mundhygiene nicht mehr erreichbar sind und die zur weiteren Vertiefung der Taschen führen, ein Teufelskreis also. Dieser Teufelskreis kann nur durch eine Parodontalbehandlung unterbrochen werden
Zahnhals
der schwächste Teil eines Zahnes, der direkt am Zahnfleischrand liegt und die Übergangszone zwischen der Krone und der Wurzel des Zahnes bildet. Durch falsche Putztechnik mit der Zahnbürste und Überbelastung bilden sich hier häufig Defekte aus, die neben der Parodontose zu Überempfindlichkeiten führen können. ( Putzschäden) Abhilfe schaffen hier gute professionell eingesetzte Lacke und Fluoride und spezielle Zahnpasten
Zahnnerv
Pulpa.
Zahnseide
dient zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Sie sollte in nicht gewachster, fluoridierter Form täglich angewendet. Die richtige Technik zur effektiven und zugleich schonenden Wirkung zeigt Ihnen gerne Ihr Zahnarzt
Zahnspange
herausnehmbare kieferorthopädische Platte für Ober- oder Unterkiefer zur Zahnregulierung
Zahnstein
harter Zahnbelag, entsteht aus der weichen Plaque, die nicht rechtzeitig durch die Zahnbürste entfernt wird und durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel verhärtet. Zahnstein ist für die Zunge deutlich als raue Auflagerung fühlbar und füllt im fortgeschrittenen Stadium die Zahnzwischenräume aus. Er befindet sich hauptsächlich dort, wo Speicheldrüsenausführungsgänge sind, also in der Unterkieferfront innen und an den ersten großen Backenzähnen im Oberkiefer außen. Zahnstein ist gelblich bis bräunlich eingefärbt. Er führt bei Nichtbehandlung durch Professionelle Zahnreinigung unweigerlich zur Parodontitis
Zahnungsbeschwerden
Im Alter von ca. 6 Monaten zeigen sich beim Säugling die ersten Milchzähne. Zuerst wachsen die unteren und oberen Schneidezähne. Bis zum Alter von ca. 3 Jahren sind alle Milchzähne durchgebrochen. Während des Zahnens können folgende Beschwerden auftreten: Schmerzen, Schwellung und Rötung des Zahnfleisches, verstärktes Speicheln, leichtes Fieber, Reizbarkeit, Unausgeglichenheit. Was Sie dagegen tun können: ein Beißring kann die Beschwerden lindern. Auch die Massage des geschwollenen Zahnfleisches mit dem Finger wird als lindernd empfunden. Lösungen oder Gele mit oberflächlichen Betäubungssubstanzen lindern ebenfalls. Außerdem enthalten diese oft zusätzlich entzündungshemmende und desinfizierende Zusätze. In Ausnahmefällen kann ein schmerzstillendes Zäpfchen (Paracetamol) in niedriger Dosierung helfen. Außerdem gibt es homöopathische Kügelchen zum Einnehmen gegen Zahnungsbeschwerden.
Zahnverfärbungen
sind keine eigentlichen Zahnbeläge, sondern Farbpigmente, die der Zahnoberfläche auflagern und hauptsächlich ein kosmetisches Problem darstellen. Der häufige Genuss von Nikotin, Kaffee, Tee und Rotwein führt zu bräunlichen Verfärbungen. Abhilfe schafft hier eine professionelle Zahnreinigung
Zahnwurzel
nicht sichtbarer Teil des Zahnes, steckt im Kieferknochen, beinhaltet den ‚Nerv’
Zahnzwischenräume
Interdentalräume: der Raum zwischen den Zähnen, der beim gesunden Menschen durch die Papille, ein Zipfel aus Zahnfleisch ausgefüllt ist. Ein Abbau dieser Papille ist ein Zeichen einer fortgeschrittenen Parodontitis. Der Zahnzwischenraum ist die größte Problemzone für die häusliche Mundhygiene, weil sich hier gerne Beläge anlagern und zurückgehalten werden. Die Zahnbürste allein reicht hier nicht aus. Wichtig zur Reinhaltung dieser Zonen ist die Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürste (letztere allerdings nur bei großen Zahnzwischenräumen) und die regelmäßige Professionelle Zahnreinigung. Werden diese Problembereiche nicht regelmäßig von Plaque und Zahnstein befreit, kann eine versteckte Karies, Gingivitis oder Parodontitis entstehen.
Zahnzwischenraumbürste
Interdentalraumbürste: eine Spezialbürste, die insbesondere zur Reinigung der Zahnzwischenräume (bei Parodontitispatienten) geeignet ist aber auch zur Reinigung von Zahnersatz wie Brücken und kieferorthopädischer Apparaturen wie Brackets geeignet ist. Sie hat verschiedene Formen. In Funktion und Aussehen gleichen sie Flaschenreinigern
Zement
a) die Substanz an der Wurzeloberfläche des Zahnes, an der die Fasern des Zahnbetts=Parodontiums anlagern
b) ein zahnmedizinisches Material, das als provisorische Füllung, Unterfüllung oder als Befestigungsmaterial für Inlays, Kronen oder Brücken dient
Zahnmedizinische Fachassistentin (ZMF)
eine auf bestimmte Tätigkeiten wie Prophylaxe und Verwaltung spezialisierte Zahnmedizinische Assistentin (früher "Zahnarzthelferin")
Zucker
eine der Hauptursachen der Karies. Zucker wird durch Kariesbakterien zu Säure abgebaut. Diese Säuren zerfressen den Zahn und hinterlassen kariöse Löcher. Zucker ist ein Stoffe, der in viel mehr Nahrungsmitteln enthalten ist, als die meisten Leute denken, weil viele Dinge nicht in erster Linie süß schmecken, wie z.B. Ketchup oder Chips (versteckte Zucker). Viele vom Gesetzgeber vorgeschriebene Deklarationen auf Nahrungsmitteln weisen die Bezeichnung "ohne Zuckerzusatz" auf, z.B. bei Fruchtsäften: Diese Lebensmittel mögen zwar naturbelassen und ansonsten sehr gesund sein, enthalten aber natürlicherweise hochgradig Zucker. Eine zuckerarme Ernährung ist mit Sicherheit zur Kariesvermeidung sehr empfehlenswert
Zuckerersatz- oder Zuckeraustauschstoffe
sie, sind in Maßen eingesetzt, sinnvoll, um vor allem Kinder vor der Karies zu schützen. Sie schmecken süß, sind aber nicht karieserverursachend. Besonders zahnfreundliche Produkte, die solche Stoffe enthalten, sind mit dem "Zahnmännchen" (Männchen mit Schirm) gekennzeichnet
Zuzahlung
siehe Kostenvereinbarung
Zyste
tritt nicht selten an der Wurzelspitze eines Zahnes als Langzeitfolge einer Pulpitis auf. Infolgedessen stirbt der Zahnnerv ab und führt zu einer lokalen Knochenentzündung, die sich bei nicht rechtzeitiger Wurzelbehandlung zur Zyste, einer chronischen Entzündung, die auf einem Röntgenbild gut zu erkennen ist, ausbildet. Eine Zyste geht selten mit Schmerzen einher. Deshalb sollte man routinemäßig regelmäßige Röntgenuntersuchungen durchführen lassen. Jede Zyste muss über eine Wurzelspitzenresektion entfernt werden |